Kunst in und um Hannover

Körper

Die Ausstellung „How the fuck did we make it so far?“ von Inu Eichhorn untersucht das unwahrscheinliche Fortbestehen der Menschheit: ihre Widersprüche, ihre Fragilität und ihre unermüdliche Selbstbehauptung. In den gezeigten Werken verbinden sich wissenschaftliche und religiöse Bildwelten zu einer poetischen Anatomie des Menschseins. Körper, Glaube und Geist erscheinen darin als voneinander abhängige Systeme, die im Versuch, Bedeutung zu stiften, immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Die 20-jährige Künstlerin, die keine formelle Kunstausbildung absolviert hat, schöpft ihre Bildsprache aus den Erfahrungen ihrer Ausbildung zur Biologielaborantin. In der Arbeit mit DNA, Zellen und diagnostischen Prozessen begegnete sie dem Menschen zunächst als abstraktem Objekt. Es ist unter anderem dieses Erleben, das die Spannung zwischen Empirie und Empathie, Technik und Transzendenz in ihrem Werk grundiert. How the fuck did we make it so far? ist keine Feier des menschlichen Fortschritts, sondern eine ehrliche Frage. Die Ausstellung zeigt, dass unser Bestehen weniger auf Zielgerichtetheit, als auf Zufall, Anpassung und Widerspruch beruht. Zwischen Verfall und Beharrlichkeit, Anmut und Abgrund offenbart sich eine Spezies, die überlebt, weil sie scheitert und darin Sinn zu finden versucht.
Vernissage: 16.1.2026 / 19 Uhr
Laudator: Martin Eichhorn

How the fuck did we make it so far

Untertitel
Inu Eichhorn
Art der Veranstaltung
Ausstellung
Datum
16.01.2026 - 15.02.2026
Öffnungszeiten

Vernissage 16.01.2026, 19h
Ausstellung vom 16.01.-15.02.2026
fr 19-20.30/so 14-16.00

Adresse

j3fm
Kollenrodtstr. 58B
30163 Hannover
Deutschland

Veranstalter
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